M45_2006-09-29

M45
Plejaden


































Volle Auflösung


Objekttyp: CL+NB
Sternbild: TAU
Position: 03h47.0 / +2407
Helligkeit: 1.2
Größe: 100'

Die Plejaden, auch Atlantiden oder Atlantiaden, sind ein offener Sternhaufen, der mit bloßem Auge gesehen werden kann. Deutsche Namen der Plejaden sind Siebengestirn, Sieben Schwestern und Gluckhenne. Im Messier-Katalog hat er die Bezeichnung M45. Sie sind Teil unserer Galaxie, der Milchstraße.

Da die Plejaden bereits lange vor Erfindung des Teleskops als Sterngruppe bekannt waren, werden traditionell auch oft nur die hellsten Hauptsterne als Plejaden bezeichnet. In manchen Kulturen und historischen Darstellungen werden nur sechs Sterne zu den Plejaden gerechnet. Der Grund dafür ist Pleione, der ein veränderlicher Stern ist. Seine scheinbare Helligkeit schwankt langsam, aber unregelmäßig zwischen der von Taygeta und Celaeno, so dass Pleione manchmal erst dann gesehen wird, wenn Celaeno auch schon erkannt werden kann. Mit bloßem Auge sind daher, je nach Sichtbedingungen, sechs bis neun Sterne zu erkennen.

Die Plejaden sind etwa von Mitte September bis Ende April am nördlichen Sternhimmel sichtbar.

Der Sternhaufen liegt rund 380 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Stier, umfasst mindestens 1200 Sterne und ist etwa 125 Millionen Jahre alt.

Im NGC-Katalog sind die Plejaden nicht aufgeführt, jedoch gibt es im Bereich der Plejaden mehrere Reflexionsnebel mit eigenen NGC-Nummern. Hierzu gehören der Maja-Nebel NGC 1432 und der Merope-Nebel NGC 1435. Nur 36 Bogensekunden oder 0,06 Lichtjahre von Merope entfernt befindet sich Barnards Merope Nebel, ein besonders heller Knoten innerhalb von NGC 1435 mit der eigenen Katalogbezeichnung IC 349.

Der offene Sternhaufen erscheint mit einer Ausdehnung von ca. 2 etwa viermal so groß wie der Mond, der zum Vergleich unten links in die Aufnahme kopiert wurde. Unberücksichtigt ist die physiologische Wahrnehmung, helle Objekte am Himmel in ihrer Größe zu überschätzen.

Die Plejaden galten in fast allen Kulturen als besondere Sterne, z. B. als Gruppe sechs gezeichneter Punkte in den Höhlen von Lascaux; oberhalb des Auerochsen werden sie ebenfalls mit den Plejaden identifiziert.

Das Siebengestirn wurde erstmals in Sumer schriftlich als Sternbild erwähnt und als Siebengottheit der großen Götter (DIMIN.BI.DINGIRmesGALmes) bezeichnet. Sie galten als Sterne des Enki oder Sterne, die dort stehen, woher der Ostwind kommt. Im Astrolab B, das aus dem 12. Jahrhundert v. Chr. stammt, repräsentieren die Plejaden das zweite Tierkreiszeichen Stier.

Als bildliches Glyptik-Symbol und Darstellung als Siebengottheit finden sich die Anfänge bei den Assyrern in der Mittani-Zeit. Häufig zierten die Plejaden assyrische Denkmäler und wurden in Omentexten angerufen. In Babylonien spielten das Siebengestirn eine mehr untergeordnete Rolle und wurde daher kaum bildlich dargestellt. Die Babylonier sahen in ihnen die magische Zahl vierzig, da die Plejaden immer wieder für 40 Tage von der Sonne verdeckt wurden. Später wird das Gestirn als eine Gruppe von sieben Sternen auf der Himmelsscheibe von Nebra symbolisiert.

Die hellsten Sterne sind nach Gestalten der griechischen Mythologie benannt, dem Titanen Atlas (daher der andere Name), seiner Frau Plejone sowie ihren sieben Töchtern Alkyone, Asterope, Celaeno, Elektra, Maja, Merope und Taygete. Die Plejaden, die als Nymphen einzuordnen sind, erzogen Dionysos und Zeus. Der Mythologie nach wurden sie von Orion verfolgt. Zeus versetzte sie als Sternbild an den Himmel, doch auch dort werden sie noch immer von Orion verfolgt, dessen Sternbild sich etwa 30 südöstlich der Plejaden befindet.

Der japanische Name der Plejaden ist Subaru. Das Markenzeichen des gleichnamigen Autoherstellers zeigt daher sechs Sterne in ähnlicher Anordnung.

In der arabischen Literatur werden die Plejaden ath-Thurayya genannt. Der Name wurde auch zu einem weiblichen Vornamen im türkischen (als Surayya) und im arabischen Sprachraum (z. B. Soraya Obaid). Es ist auch der Name des Satellitentelefonsystems Thuraya, das seinen Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat.

(Quelle: Wikipedia.de)


Informationen zum Foto:

29.09.06 / Salernes (Südfrankfreich)
Orion-Newton 6" f/4 (152/600mm)
Canon EOS 20D (22,5x15,0mm 3504x2336Px 6,4µm) 800ASA
12x3min





Alle Fotos dieses Objektes:


25.01.17 / La Palma (Tijarafe)
Boren-Simon-Astrograf 8" f/2,9 (203/589mm)
Canon EOS 6D (35,8x23,9mm 54723648px 6,6µm) ISO6400
40x60s
27.11.16 / Solingen
Boren-Simon-Astrograf 8" f/2,9 (203/589mm)
Canon EOS 6D (35,8x23,9mm 54723648px 6,6µm) ISO12800
111x5s
10.12.13 / Solingen
TS APO 65Q 2,5" f/6,5 (65/420mm)
Canon EOS 60Da (22,3x14,9mm 5184x3456px 4,3µm) 400ASA
5x5min
03.11.2008
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15.11.2006
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17.10.2006
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29.09.06 / Salernes (Südfrankfreich)
Orion-Newton 6" f/4 (152/600mm)
Canon EOS 20D (22,5x15,0mm 3504x2336Px 6,4µm) 800ASA
12x3min
21.09.2006
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